
Drei Tage nach ihrem Schlaganfall kann die hochschwangere Nadine Schlarmann, 31 Jahre, wieder die Schlaganfall-Station verlassen. Wenige Wochen danach kommt ihre Tochter gesund zur Welt. Nadine Schlarmann steht zum Glück wieder mitten im Leben!
Heute gibt mir meine Familie Halt und Kraft im Alltag. Eine große Hilfe ist auch der Erfahrungsaustausch mit anderen jungen Betroffenen, den die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe organisiert. Das gibt Mut - auch für den beruflichen Wiedereinstieg."
Doch gerade bei junge Betroffenen ist die Öffentlichkeit noch unzureichend sensibilisiert. Wenn ein junger Mensch einen Schlaganfall erleidet, hat das weit reichende Folgen: der Verlust des Arbeitsplatzes ist nur einer von vielen Schicksalsschlägen. Oft zerbricht die Partnerschaft daran, der Freundeskreis ist nicht mehr da, frühere Kollegen ziehen sich zurück. Das Leben muss neu organisiert werden. Denn das Leben geht weiter - wenn auch anders als geplant.
Mit Information und Beratung sowie durch Vernetzung und Begleitung strebt die Schlaganfall-Hilfe eine Verbesserung der Lebensqualität für die junge Betroffene an.
Zweimal jährlich organisiert die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe einen Erfahrungsaustausch für junge Schlaganfall-Betroffene. Hier bekommen sie Informationen und Unterstützung von Fachleuten. Die Betroffenen profitieren gegenseitig von ihren Erfahrungen, können Informationen austaschen. Der Erfahrungsaustausch eröffnet neue Perspektiven und gibt neuen Lebensmut.

Krankheitsbewältigung ist eines der Themen beim Erfahrungsaustausch - die Krankheit annehmen, über sie reden. Denn: Am alten Leben wieder anknüpfen, das geht meist nicht. Häufig werden Betroffene lange Zeit aus dem Leben gerissen.
Krankenhausaufenthalte und Rehabilitation lassen wenig Kontakt zu Bekannten zu. Der Kontakt zur Außenwelt ist wie abgeschnitten. Betroffene müssen nun ihr Leben neu gestalten und neue Ziele finden - der Austausch mit anderen Betroffenen ist dabei hilfreich.
Beim Erfahrungsaustausch geht es jedoch nicht ausschließlich um die Betroffenen. Auch die Angehörigen finden hier den nötigen Raum für Gespräche. Meist stehen sie dem Betroffenen selbstverständlich zur Seite, entlasten und haben ein offenes Ohr. Doch dies kann ohne Austausch und Unterstützung zur hohen Belastung werden. Häufig wird die Unterstützung des Schlaganfall-Patienten zum Lebensinhalt: die Gefahr besteht, dass der Angehörige sich selber völlig vergisst. Beim Angehörigenaustausch lernen die Teilnehmer, die eigenen Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen. Denn nur, wer für sich selbst gut sorgt, kann anderen etwas geben.
Mit Ihrer Spende können wir den nächsten Erfahrungsaustausch organisieren, bei dem Fachleute ihr Wissen zum Thema „Junger Mensch und Schlaganfall“ an die Betroffenen weiter geben. Mit Ihrer Hilfe können wir die Betroffenen Vernetzen und beispielsweise mit Rat und Tat bei der Gründung von Selbsthilfegruppen zur Seite stehen.
- wenn auch anders als geplant.

Junge Betroffene berichten über ihr persönliches Schicksal
SpendenkontoSparkasse Gütersloh
Stichwort ‚junge Betroffene’
Konto: 50
BLZ: 478 500 65
...dass in Deutschland jährlich bis zu 14 000 Menschen unter 50 Jahren einen Schlaganfall erleiden?
Zu den möglichen Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, Rauchen, Fettwechselstörungen und Diabetes. Zudem wird bei Migränepatientinnen die Kombination von Rauchen und die Einnahme der Pille als riskant eingestuft.